Entlang der Seidenstraße

Radtour durch Chinas "Wilden Westen"

Die Seidenstraßen verbinden seit über 2000 Jahren Ost und West. Entlang dieser Handelsrouten wurden nicht nur Waren bewegt, sondern auch bereits sehr früh Kultur und Wissen ausgetauscht. Von der alten Kaiserstadt Xi’an, einst Anfangs- oder Endpunkt der meisten Karawanen, geht unsere Reise mit dem Zug zur legendären Oasenstadt Dunhuang. Zwei Wochen radeln wir im Anschluss durch Chinas Randprovinz Xinjiang und folgen der Nördlichen Seidenstraße bis nach Turfan an der Taklamakan. Endpunkt unserer Tour ist Beijing (Peking), Hauptstadt und kulturelles Zentrum des Landes.

Reiseverlauf

1. Tag Ankunft in Xi’an

Individuelle Anreise nach Xi’an und Transfer zum Hotel. Nach kurzer Erholungspause Spaziergang durch die muslimisch geprägten Gassen der Altstadt.

2. Tag Chang’an, der „Lange Friede“

Jahrhundertelang war Xi’an unter dem Namen Chang’an, „Langer Friede“, die Hauptstadt des Reiches und gleichzeitig als Ziel der Seidenstraße ein kosmopolitisches Zentrum, das weltweit seinesgleichen suchte. Auf unserer Stadterkundung werden wir feststellen, wie sehr sich dieses Erbe noch heute in der Stadt manifestiert.

3. Tag Die Terrakotta-Armee

Heute statten wir den weltberühmten Wächtersoldaten des ersten chinesischen Kaisers, Qin Shihuangdi, einen Besuch ab. Am Nachmittag radeln wir gemütlich auf der historischen Stadtmauer um die Altstadt von Xi’an.

4. Tag Zugfahrt in den Westen

Der Vormittag steht zur freien Verfügung. Nachmittags besteigen wir den Zug Richtung Westen: durch den Hexi-Korridor geht es entlang der Wüste Gobi zur Oasenstadt Dunhuang.

5. Tag Dunhuang

Morgens Ankunft in Dunhuang, einst ein wichtiger Knotenpunkt der Seidenstraße - hier trennten sich die Handelswege, um in nördlicher oder südlicher Richtung die Wüste Taklamakan zu umqueren. Wir gewinnen erste Eindrücke von Chinas Westen und besuchen am Abend die „Singenden Dünen“ vor den Toren der Stadt.

6. Tag Die buddhistischen Mogao-Grotten

Der heutige Tag steht ganz im Zeichen der buddhistischen Kunst. Mit Muße erkunden wir die faszinierenden buddhistischen Skulpturen und Wandmalereien aus zwei Jahrtausenden, die weltweit einzigartig sind.
Tagesausflug

7. Tag: Ins Land der Melonen

Am Morgen Bahnfahrt nach Hami in der chinesischen Westprovinz Xinjiang. Die Stadt ist Heimat der gleichnamigen Melone, und so führt uns eine erste Radtour unter anderem zum großen Melonenmarkt am Rand der Stadt.
Tagesausflug

8. Tag Die Uiguren-Könige von Hami

Heute besichtigen wir die Gräber der uigurischen Könige von Hami, die dort bis 1936 herrschten. Die Stadt ist nach wie vor uigurisch geprägt, was sich unter anderem im orientalischen Flair des örtlichen Basars bemerkbar macht.
Tagesausflug

9. Tag Ins kasachische Grasland

Unsere anspruchsvolle Route führt uns über die Ausläufer des Himmelsgebirges ins Grasland der Nördlichen Seidenstraße. Übernachtung auf 2.200 m Höhe im kasachischen Jurtencamp.
Strecke: ca. 92 km

10. Tag Fahrt nach Barkul

Vorwiegend bergab geht es heute durch die von zentralasiatischen Nomaden und chinesischen Bauern gleichermaßen geprägte Landschaft. Am frühen Nachmittag erreichen wir Barkul, eine alte Garnisonsstadt der Seidenstraße.
Strecke: ca. 72 km

11. – 14. Tag Entlang der nördlichen Seidenstraße

Die nächsten vier Tage fahren wir durch das kasachisch beeinflusste Gebiet entlang der nördlichen Route der Seidenstraße über Xialaoba, Mori und Jimsar nach Fukang. Durchschnittlich auf 1.500 Metern Höhe gelegen, war dieser Handelsweg vor allem im Sommer wegen des gemäßigten Klimas eine beliebte Alternative für die Karawanen.
Strecke 11. Tag: ca. 120 km
Strecke 12. Tag: ca. 125 km
Strecke 13. Tag: ca. 103 km
Strecke 14. Tag: ca. 108 km

15. Tag Himmelssee

Wir lassen uns mit dem Bus zu dem auf knapp 2.000 m Höhe gelegenen Himmelssee fahren und erkunden diesen bei einer Tageswanderung. Der sagenumwobene klare Bergsee inmitten des grandiosen Tianshan-Hochgebirge ist Siedlungsgebiet kasachischer Nomaden. Am Abend sind wir wieder zurück in Fukang.
Tagesausflug

16. Tag In die Metropole Urumqi

Heute radeln wir in die westlichste Metropole Chinas, Urumqi, ein.
Strecke: ca. 63 km

17. Tag Schmelztiegel der Kulturen

Den heutigen Tag verbringen wir in Urumqi. Die an der Seidenstraße gelegene Hauptstadt der Autonomen Region Xinjiang bringt uigurische, arabische und chinesische Einflüsse zusammen. Der Große Basar der Stadt ist weit über die Provinzgrenze hinaus für seine bunte Warenvielfalt bekannt.

18. Tag Fahrt nach Turfan

Einen Teil der Strecke nach Turfan legen wir im Begleitbus zurück, bevor es aufs Rad und in rasanter Fahrt in die Turfan-Senke hinuntergeht. Unterwegs passieren wir bei Dabancheng Chinas größten Windkraftpark. Die letzten Kilometer nach Turfan überbrücken wir wieder mit dem Bus.
Strecke: ca. 90 km

19. - 20. Tag Turfan

Am Rande der Taklamakan-Wüste erhält Turfan seine Fruchtbarkeit durch ein ausgeklügeltes, unterirdisches Bewässerungssystem, das Karez. Wir haben zwei Tage Zeit, neben dem Karez-Museum die Ruinen der Han-zeitlichen Festungsstadt Jiaohe, das Emin-Minarett und die Flammenden Berge zu bestaunen.

21. Tag Flug nach Beijing

Zunächst geht es mit dem Bus zurück nach Urumqi und von dort direkt nach Beijing.

22. Tag Verbotene Stadt und Himmelstempel

Unsere Reise wird abgerundet von Beijing, dem Hauptschauplatz der jüngeren chinesischen Geschichte. Im Laufe des Tages besichtigen wir den Himmelstempel, spazieren über den Platz des Himmlischen Friedens und betreten durch das Mittagstor die Verbotene Stadt.

23. Tag Wer nicht auf der Großen Mauer war...

… ist kein echter Chinese, sagt ein altes Sprichwort aus dem Reich der Mitte. Doch auch Nicht-Chinesen sollten sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, dieses einzigartige Bauwerk zu besuchen. Mit dem Bus fahren wir 70 km in den Norden Beijings, zur „Wilden Mauer“ bei Huanghua, einem Abschnitt, der touristisch noch kaum erschlossen ist (fakultativ).

24. Tag Rückflug

Transfer zum Flughafen und individuelle Abreise.

Generelle Hinweise

Klima

Zur Reisezeit herrscht heißes Sommerwetter, in Dunhuang und Hami können Temperaturen über 30 Grad erreicht werden. Die Route führt jedoch weitgehend auf über 1.000 Meter Höhe, so dass zwischen Urumqi und Hami die Tagestemperaturen um die 25 Grad liegen. Abends und nachts herrschen während der ganzen Reise angenehme Temperaturen. Die Regenwahrscheinlichkeit tendiert gegen Null.

Visum

Die Visagebühren sind nicht im Reisepreis enthalten. Sie können eine Visumbesorgung über uns buchen. Zur Beantragung des Visums bei den jeweiligen Botschaften benötigen wir bis spätestens vier Wochen vor Reisebeginn den Reisepass im Original, zusammen mit dem ausgefüllten und mit Passbild versehenem Visumantrag. Der Reisepass muss bei Einreise mindestens sechs Monate gültig sein. Den Reisepass erhalten Sie etwa zwei Wochen vor Abreise zusammen mit den restlichen Reiseunterlagen zurück.

Individuelle Verlängerung

Es lohnt sich sicherlich, Asien vor der gemeinsamen Tour oder im Anschluss daran auf eigene Faust zu entdecken. Bei Interesse ist es grundsätzlich möglich, den Aufenthalt in Asien zu verlängern bzw. früher anzureisen. Hierbei stehen wir gerne mit Rat und Tat zur Seite. Vor allem während der Hauptsaison (Anfang September bis Ende Oktober) sind Flüge von und nach China oft Monate vorher ausgebucht. Gleiches gilt für Hotels und innerchinesische Flugverbindungen sowie für Flüge nach Südostasien im Winter.

Sollte eine individuelle Verlängerung des Aufenthaltes in Asien gewünscht werden, empfiehlt es sich unbedingt, noch vor Buchung der Reise mit uns Rücksprache zu halten.

BUCHEN / VORMERKEN

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  • Radfahren geniessen
  • Reisen zu exotischen Zielen
  • Radfahren mit der Familie