Bikereise auf einsamen Pisten durch den südlichen Kaukasus

Georgien wird gerne als das „Tor zu Asien“ bezeichnet. Eine Reise in das kleine Land am östlichen Rand des Schwarzen Meeres konfrontiert Besucher aus dem Westen mit zahlreichen Kontrasten: Armut und Reichtum, Verfall und Aufbruch, Tradition und Moderne. Vor allem beeindruckt Georgien mit grandiosen Berglandschaften des Kaukasus, geschichtsträchtigen Städten und einer herzerwärmenden Gastfreundschaft. Wir entdecken in knapp zwei Wochen, ausgehend von der Hauptstadt Tiflis, die Berglandschaft mi Südwesten des Landes und erreichen dabei über 2000m Höhe über dem Meer. Landschaftliche Kontraste garnieren unsere Tour: Artenreiche, ursprüngliche Wälder, wüstenähnliche, ockerfarbene Landstriche und grasbewachsene Tiefebenen wechseln sich mit den Hochgebirgszügen des Kaukasus ab.

Reiseverlauf

1. Tag

Individuelle Anreise nach Tiflis
Individuelle Anreise nach Tbilisi, wie die Hauptstadt auf georgisch heißt. Gerne sind wir Ihnen bei der Planung Ihrer Anreise behilflich. Es ist auch möglich, einen Flug zu wählen, der erst in der Nacht des folgenden Tags ankommt (diese Verbindungen über Istanbul sind in der Regel am preisgünstigsten und ermöglichen den Abflug von zahlreichen Flughäfen in Deutschland).

2. Tag

Begrüßung / Biketour am Lisi-See
Wenn Sie in der Nacht ankommen empfangen Sie unser Fahrer zu dieser frühen Zeit am Flughafen für die Fahrt ins Hotel, in dem Sie erstmal ausschlafen können. Tbilisi ist mit knapp über einer Million Einwohnern auch die größte Stadt Georgiens. Ihre vielfältige Architektur und eine labyrinthartige Altstadt mit kopfsteinsteingepflasterten Straßen bieten einen besonderen Charme. Sehenswerte Ziele sind unter anderem die Sioni-Kathedrale aus dem 5. Jahrhundert, die Metechi-Kirche der georgischen Könige und die Große Synagoge. Um die Mittagszeit starten wir unsere erste Aufwärmtour vor den Toren der Stadt. Es geht hinaus zum Lisi-See, ein beliebtes Ziel für Einheimische, die vor allem in den heißen Sommermonaten in seinem klaren Wasser nach Abkühlung suchen. Auf einsamen Schäferpfaden biken wir hinauf auf den Bergrücken, von dem wir die Ausblicke auf die Metropole und die anschließende flowige Abfahrt genießen können. Wir verbringen eine weitere Nacht in Tbilisi. (ca. 25-40km je nach Wunsch / ca. 400-500Hm).

3. Tag

Biketour im Tbilisi-Nationalpark
Unser heutiges Ziel ist der gleichnamige Nationalpark im Norden der Hauptstadt. Nach einem Transfer hinaus aus der Stadt schwingen wir uns im dicht bewaldeten Hügelland vor der Stadt auf die Bikes und genießen die Natur und Einsamkeit auf den Waldwegen und Trails durch die Berge. Nach der heutigen Etappe geht es weiter per Bus nach Gori, Geburtsort Josef Stalins in der zentralen Tiefebene des Landes (1 ÜN). Wenn noch Zeit ist, können wir einen Abendspaziergang auf die restaurierte Burg im Ortszentrum machen. (ca. 40km / 400Hm)

4. Tag

Von Tbilisi über den Nadarbazevi See und Uplistsikhe nach Ertatsminda
Nach einer kurzen Fahrt mit dem Bus steigen wir unterhalb des einsam gelegenen Nadarbazevi-Sees auf das Bike um. Es geht auf unbefestigten Wegen und über Viehpfade durch weitläufige, teils grüne, teils ockerfarbene Berglandschaften bergauf. Auf dem Kamm genießen wir bei guter Sicht Ausblicke bis auf den schneebedeckten Kaukasus. Nach dem Downhill ins Tal des Kura schauen wir uns nach dem Picknick die alte Burgruine von Uplistsikhe an, bevor wir bis kurz vor Ertatsminda mit seiner sehr gut erhaltenen Kathedrale auf Schotter und Asphalt radeln. Die Gegend ist touristisch völlig unerschlossen, wir übernachten in einem einfachen, kleinen Gästehaus und in Homestays bei einheimischen Familien (1 ÜN) und bekommen somit das einfache, ländliche Leben der Einheimischen mit. (ca. 60 km, ca. 800 Hm)

5. Tag

Durch den Algeti Nationalpark nach Tsalka
Wälder, Wiesen, Berge und viel Wasser: Durch einen der schönsten georgischen Landstriche, den Algeti Nationalpark, gelangen wir über einen kleinen, unscheinbaren Gebirgskamm. Die Aussicht belohnt für alle Strapazen: Oben erwarten uns grandiose Blicke auf den südlichen Kaukasus hinunter zum Tsalka-See, dessen tiefblaue Wasseroberfläche bei Windstille die angrenzende Bergwelt spiegelt. Wir beziehen unser einfaches Hotel in Tsalka oberhalb des Sees (1 ÜN). (ca. 50 km, ca. 900Hm)

6. Tag

Über das raue Hochplateau am Tabatskuri See
Wir umrunden gleich nach dem Frühstück den Tsalka-See, dessen Ufer noch landwirtschaftlich genutzt werden. Je weiter wir nach Westen kommen wird die Landschaft karger und einsamer. Wir durchqueren das vulkanisch geprägte Hochland auf einer steinigen Piste und erreichen am Mittag das erste landschaftliche Highlight, den Tabatskuri-See. Von nun an steigt die Strecke steiler an bis zum Tskhratskaro Pass auf 2462m ü.NN. Vor uns öffnet sich ein hervorragendes Panorama über die weiten Landzüge des Borjomi-Nationalparks. Mit seinen über 76.000 Hektar Wald sowie den alpin und subalpin geprägten Wiesen ist der Borjomi-Nationalpark einer der größten Europas. Neben der landschaftlichen Vielfalt sind einige, teils mittelalterlich wirkende Dörfer in dessen Umland die Highlights der Etappe. Nun genießen wir die lange Abfahrt hinunter in den von Nadelwäldern umgebenen Skiort Bakuriani (1 ÜN) (ca. 50 km, ca. 800 Hm)

7. Tag

Von Bakuriani über die Khakhisi-Seen nach Borjomi
Am Vormittag entdecken wir die Wälder rund um Bakuriani und fahren abseits der Straße zu den Khakhisi-Seen, wo wir zur Mittagsrast anhalten. Wir setzen unsere Fahrt durch Pinienwälder in die Kurort Borjomi fort (1 ÜN). Das für seine Mineralquellen bekannte Borjomi liegt inmitten einer üppig grünen Bergwelt, die von Nordmanntannenwäldern umgeben ist. Ihre Zapfen wurden traditionell als Saatgut für Weihnachtsbäume geerntet und nach Westeuropa exportiert. Sofern wir zeitig ankommen, können wir in den warmen Badethermen des Ortes unsere Muskeln entspannen und Kraft für die weiteren Tage schöpfen. (ca. 45 km, ca. 655 Hm).

8. Tag

Von Borjomi ins Schwefelbad Abastumani
Auf der Hauptstraße durch das obere Kura-Tal überbrücken wir die ersten Kilometer bis Achalziche im Bus (ca. 1h). Bevor wir auf das Bike steigen, bietet sich die Gelegenheit, die große Festung von Rabati aus dem 13. Jahrhundert zu erkunden, die vollständig restauriert wurde, und in der sich eine Moschee befindet. Dann geht es auf Pisten in die Berge von Abastumani, am westlichen Zipfel des Borjomi Nationalparks gelegen. Dichter Wald begleitet uns. Die letzten Kilometer hinauf ins Schwefelbad Abastumani (1 ÜN im Hotel) fahren wir auf der Straße. Auch hier besteht wieder die Möglichkeit, gegen geringen Eintritt das örtliche Bad zu besuchen und im 42 Grad heißen, schwefelhaltigen Wasser zu entspannen (ca. 26km, 720 Hm)

9. Tag

Borjomi-Nationalpark und Zekari Pass
Heute steht uns mit dem Zekari-Pass (2182m) unsere Königsetappe auf dem Programm. Gleich nach den letzten Häusern des Ortes endet der Asphalt und wir erreichen die Pforte des Borjomi-Nationalsparks. Zu Beginn begleitet uns dichter Wald, nach etwa einer Stunde Anstieg auf der noch guten Piste erreichen wir die Baumgrenze. Wir passieren einige Siedlungen der Schäfer, die den Sommer auf den Höhen ihre Tiere weiden lassen. Gelegentlich bietet sich die Möglichkeit, dort frischen Käse kaufen zu können. Auf der anderen Seite des Passes ändert sich die Landschaft – felsige, steile Bergflanken begleiten uns, bis wir durch enge Täler hinab den Kurort Sairme erreichen. Die schöne Piste endet dort und durch das Tal geht es weiter auf Asphalt. Baghdati, den wir entweder im Wagen oder wer Lust hat, auf dem Bike zurücklegen können. Unser heutiges Ziel ist Kutaissi, die zweitgrößte Stadt des Landes (2 ÜN) mit nettem Charme und einer restaurierten Stadtmitte. Wir lassen den ereignisreichen Tag am Ufer des Rioni ausklingen (ca. 40-65 km, ca. 950 Hm).

10. Tag

Okatse Canyon - Kinchkha Wasserfall – Prometheus Tropfsteinhöhle
Die Berglandschaft nördlich von Kutaissi ist von Karstgestein geprägt. Dementsprechend finden sich dort spektakuläre Landschaften wie Schluchten, Höhlen und steile Felskanten. Unser letzter Tag auf den Rädern zu den Highlights der Region. Wir starten auf den Bikes in Okatse, wo es hinunter zu einem aussichtsreichen Rundgang oberhalb der Schlucht geht. Auf einer Aussichtsbrücke kann man tief in die Schlucht hinab sehen. Über Piste und Asphalt geht es zum Wasserfall, der an der dortigen Abbruchkante geschätzte 100m in die Tiefe stürzt. Nach unserem Mittagspicknick dort fahren wir mit dem Bus zum Prometeus-Höhlensystem welches erst 1984 entdeckt wurde und von einem unterirdischen Fluß durchzogen ist. Auf dem knapp 1km langen Rundgang sehen wir ca. 14 farbig beleuchtete, bis zu 21m hohe Hallen (ca. 15km, ca. 490Hm).

11. Tag

Zurück nach Tbilisi
Nach dem Frühstück geht es zurück nach Tbilisi (1 ÜN). Nachdem wir für unsere letzte Nacht in Georgien eingecheckt haben führt uns unser Guide durch den alten Stadtkern der Hauptstadt. Der restliche Nachmittag ist für eigene Erkundungen und letzte Besorgungen zur freien Verfügung. Am Abend lassen wir beim gemeinsamen, landestypischen Abendessen unsere Bikereise durch Georgien Revue passieren.

12. Tag

Individuelle Abreise
Je nach Abreise organisieren wir gerne optional den Flughafentransfer für Sie. Die Flüge gehen i.d.R. am sehr frühen Morgen.

BUCHEN / VORMERKEN

  • Radfahren fuer Aktive
  • Radfahren geniessen
  • Reisen zu exotischen Zielen
  • Radfahren mit der Familie